Quelle: Lausitzer Rundschau vom 28. September 2012

"Sieger-Shirts für Niclas und Magnus

Gubener und Gubiner Schüler wetteifern beim Mannschaftstriathlon

Guben Kurz vor Beginn der brandenburgischen Herbstferien haben sich am Donnerstag rund 120 Schüler aus Guben und Gubin einer echten sportlichen Herausforderung gestellt. Beim schon traditionellen Mannschaftstriathlon der Europaschule ging es um Tempo, Kraft und Ausdauer, aber auch um Teamgeist.

Dieter Melchert und Rainer Müller (nicht im Bild) schickten die Teilnehmer auf den zweiten Teilabschnitt des Triathlons, die sieben Kilometer lange Radstrecke. Foto: Thomas Engelhardt

Der sportliche Wettstreit erlebte bereits seine elfte Auflage. Neben Europaschülern nahmen auch Mannschaften des Pestalozzi-Gymnasiums und aus Gubin teil. Doch auch die Erwachsenen scheuten die Herausforderung nicht, stellten sich in Lehrer-Teams und erstmals auch in einer Eltern-Mannschaft dem sportlichen Wettstreit. "Wir wollen damit andere anspornen, uns nachzueifern", sagte Kathrin Lieske, die für die Eltern das Schwimmen absolvierte. "Wir zeigen so unsere Zugehörigkeit und machen uns als Eltern stark für die Schule."

Apropos Schwimmen: Dies war, wie auch beim richtigen Triathlon, die erste Teildisziplin. 200 Meter mussten im Freizeitbad geschwommen werden. Die Schnellsten benötigten dafür knapp dreieinhalb Minuten. Anschließend ging es in Kaltenborn weiter. Nahe der Quelle befand sich der Start für die Radfahrer. Sie gingen mit genau den Zeitabständen auf die Sieben-Kilometer-Strecke in Richtung Kerkwitz, die beim Schwimmen entstanden waren.

Zuvor hatten sie die Schleife, die zweimal gefahren werden musste, schon bei einer Testfahrt begutachtet. "Wegen der Berge muss man sich ganz schön anstrengen", befand Niclas Hempel. Der Zehntklässler nahm zum dritten Mal am Mannschaftstriathlon teil und hatte ein klares Ziel: "Natürlich wollen wir mit vorn landen." Die Ausgangsposition dafür war gut: Sein Mannschaftskamerad hatte die beste Zeit beim Schwimmen vorgelegt, so dass Niclas als erster Radfahrer das Feld anführte. Auch Janine Kassube, ebenfalls Zehntklässlerin, hatte sich mit ihrem Team viel vorgenommen. "Wir wollen gewinnen. Ich will so ein Sieger-T-Shirt."

Genau das winkte den Besten: ein T-Shirt mit der Aufschrift "So sehen Sieger aus". Zuvor warteten aber auch auf sie die sieben Kilometer mit dem Rad. "Hinzu ist es etwas schwieriger, auf dem Rückweg geht es dann mehr bergab", wusste Janine vor ihrem Start.

Schulleiterin Berit Kreisig freute sich neben dem sportlichen Aspekt auch, dass viele Helfer zum Gelingen der Veranstaltung beitrugen. So hatten sich beispielsweise Eltern und Schulsozialarbeiter im Vorfeld um die Verpflegung gekümmert. Und auch das DRK trug seinen Anteil bei, sorgte für die medizinische Betreuung.

Sportlich musste sich die Schulleiterin allerdings geschlagen geben. Sie war nur sechs Sekunden nach Niclas Hempel auf die Radstrecke gegangen, konnte den Rückstand aber nicht wettmachen. Niclas übergab die Führung an Magnus Pulm. Beide bildeten eines der wenigen Zweier-Teams des Tages. Und Magnus ließ sich auf der zwei Kilometer langen Laufstrecke, die in Richtung Deulowitz führte, die Spitzenposition nicht mehr nehmen. "Die beiden haben wirklich eine herausragende Leistung gezeigt", schätzte Schulleiterin Berit Kreisig ein.

Und so durften sich Niclas und Magnus schließlich auch die Sieger-T-Shirts überstreifen."